Brenner & Heinemann

Das Noire-Hörspiel aus dem Jahr 1926

Du wolltest schon immer in einem Hörspiel mitmachen?
Dann hast Du jetzt die Möglichkeit.

Folgende Grundvoraussetzungen sollten erfüllt werden:

• Vernünftiges Aufnahmeequitment (Mikrofon)
Bitte kein Headset oder Laptopmikrofon etc.
• Geräuscharmer (noch besser geräuschloser) Hintergrund
• Eine DAW (Digital Audio Workstation) / Aufnahmesoftware
• Die Möglichkeit per remote zu Arbeiten (z.B. per Discord)

Phase 1: Offenes Casting Sep. bis Dez. 2026
Werde ein Teil von Berlin im Jahr 1926

Unser offenes Casting gibt der Community die Möglichkeit, selbst Teil von Brenner & Heinemann zu werden. Für verschiedene Rollen stellen wir konkrete Ausschreibungen mit passenden Castingtexten und Informationen zu den jeweiligen Figuren bereit. Wählt eine Rolle, die zu euch passt, sprecht den entsprechenden Text ein und zeigt uns eure Interpretation.

SO KANNST DU DICH BEWERBEN:

Schick uns Deine Bewerbung einfach per E-Mail an:
redaktion@at8ch-media.pro

Stell Dich darin bitte kurz vor und verrate uns, wer Du bist, wie alt Du bist und für welche Rolle Du Dich bewirbst. Wenn Du bereits Erfahrungen als Sprecher / Sprecherin oder Schauspieler / Schauspielerin in ähnlichen Bereichen gesammelt hast, kannst Du uns diese natürlich ebenfalls nennen. Gerne kannst Du uns alternativ oder ergänzend eine Vita zukommen lassen.

Deine eingesprochene Aufnahme kannst Du direkt als MP3-Datei anhängen oder uns einen Link zu Deiner Aufnahme schicken, z. B. über SoundCloud, YouTube oder einen vergleichbaren Dienst deines Vertrauens.

Bei externen Links achte bitte darauf, dass wir die Aufnahme ohne zusätzliche Anmeldung oder Freigabe anhören können.

Wir freuen uns darauf, Deine Stimme kennenzulernen!

Phase 2: Produktion ab 2027

Bewerbungsschluss ist der
31.12.2026


Die angegebenen Altersangaben beziehen sich auf die jeweiligen Figuren.

Das tatsächliche Alter der Bewerberinnen und Bewerber kann davon abweichen und ist für die Besetzung nicht entscheidend. Wichtig ist, dass Stimme und Spiel glaubwürdig zur ausgeschriebenen Rolle passen.

Bei minderjährigen Bewerbern benötigen wir die Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten.

[–] kennzeichnet eine Passage des jeweiligen Gegenübers.
[SW] kennzeichnet einen Szenenwechsel.

ALTER:

CHARAKTER:

Eine junge Tänzerin des Berliner Wintergartens. Lebensfroh und selbstbewusst, zugleich aber nicht so unbeschwert, wie sie zunächst erscheint. Gesucht wird eine Stimme, die sowohl Leichtigkeit als auch ernstere und verletzliche Momente glaubwürdig transportieren kann.


SITUATION:

Nach einem langen Abend im Wintergarten unterhältst du dich mit einer guten Freundin. Bei einer der privaten Gesellschaften hast du einen jungen Mann kennengelernt, mit dem du dich erneut treffen möchtest. Deine Freundin kennt diese Kreise und versucht, dir die Sache auszureden. Du verstehst ihre Bedenken, bist aber überzeugt davon, dass sie den Mann falsch einschätzt.

CASTINGTEXT:

Ach, jetzt hör doch auf. Du tust ja gerade so, als hätte ich mich mit dem Teufel persönlich eingelassen.
[–]
Ich weiß doch, was du von diesen Herren hältst. Und bei den meisten würde ich dir wahrscheinlich sogar recht geben. Aber er ist anders. Wirklich.
[–]
Natürlich war das alles nicht geplant. Glaubst du etwa, ich hätte mir das so ausgesucht? Ich weiß selbst, dass ich vorsichtiger hätte sein sollen.
Aber deshalb kann ich doch jetzt nicht einfach so tun, als wäre nichts gewesen.
[–]
Er hat mir versprochen, dass wir in Ruhe darüber sprechen. Nur wir beide. Und ich glaube ihm.
Also schau mich nicht so an. Ich weiß, was ich tue.
Na ja … zumindest glaube ich das.
[–]
Mach dir keine Sorgen. Mir passiert schon nichts.

ALTER:

CHARAKTER:

Eine junge Telefonistin der Berliner Vermittlung. Freundlich, aufmerksam und im Dienst stets professionell. Durch ihre Arbeit fallen ihr gelegentlich ungewöhnliche Verbindungen und wiederkehrende Stimmen auf, die andere vermutlich längst vergessen hätten.


SITUATION:

Du arbeitest bei der Berliner Telefonvermittlung und hast Brenner und Heinemann bereits mehrfach Gespräche vermittelt. Als Brenner erneut eine Verbindung herstellen lassen möchte, erkennst du seine Stimme wieder.
Nachdem du seinen Anruf vermittelt hast, bittest du ihn, noch einen Augenblick in der Leitung zu bleiben. In den vergangenen Tagen ist dir bei deiner Arbeit etwas aufgefallen. Du bist dir selbst nicht sicher, ob es überhaupt von Bedeutung ist, möchtest mit ihm darüber aber lieber nicht am Telefon sprechen.

CASTINGTEXT:

Vermittlung. Guten Abend. Welche Nummer wünschen Sie?
[–]
Einen Augenblick bitte, ich verbinde.
[SW]
Herr Brenner? Sind Sie noch in der Leitung?
[–]
Verzeihen Sie. Ich weiß, das ist etwas ungewöhnlich, aber dürfte ich Sie um einen Gefallen bitten?
[–]
Mir ist in den vergangenen Tagen etwas aufgefallen. Vielleicht ist es auch gar nichts und ich mache mir völlig umsonst Gedanken.
Aber ich würde trotzdem gerne einmal mit Ihnen darüber sprechen.
[–]
Nein. Nicht am Telefon.
Wenn es Ihnen recht ist, komme ich morgen nach Dienstschluss bei Ihnen vorbei.
[–]
Und Herr Brenner… bitte erzählen Sie vorerst niemandem davon.
Ich möchte keinen Ärger bekommen.


ALTER:

CHARAKTER:

Die gute Seele hinter den Kulissen des Wintergartens. Seit vielen Jahren kümmert sie sich um die Kostüme der Künstlerinnen und hat für deren kleine und große Sorgen immer ein offenes Ohr. Warmherzig und fürsorglich, aber durchaus direkt, wenn es nötig ist.


SITUATION:

Kurz vor einer Vorstellung hilfst du einer jungen Tänzerin mit ihrem Kostüm. Seit einigen Tagen fällt dir auf, dass sie ungewöhnlich still ist und sich nicht wohlzufühlen scheint. Als sie deine Sorge herunterspielt, lässt du dich nicht so einfach abwimmeln. Du möchtest dich nicht in ihr Privatleben einmischen, kennst die jungen Frauen hinter der Bühne aber gut genug, um zu merken, wenn eine von ihnen etwas beschäftigt.

CASTINGTEXT:

So, dreh dich noch einmal zu mir. Der Verschluss sitzt schon wieder nicht richtig.
[–]
Bleib doch mal still, Kind. Wenn du weiter so herumzappelst, steche ich dich noch mit der Nadel, und dann bin am Ende wieder ich schuld.
[–]
Na also. Geht doch.
Und jetzt erzählst du mir, was mit dir los ist.
[–]
Ach, komm mir nicht mit „nichts“. Dafür kenne ich dich mittlerweile zu gut. Seit Tagen bist du kreidebleich, stocherst nur noch in deinem Essen herum und heute Morgen wärst du mir beinahe aus den Schuhen gekippt.
[–]
Du musst mir nichts erzählen, was du nicht erzählen möchtest.
Aber wenn du Schwierigkeiten hast, dann trag sie nicht allein mit dir herum.
Und diese Herren, mit denen ihr euch nach den Vorstellungen manchmal trefft…
Pass auf dich auf, hörst du?
[–]
So. Und jetzt raus mit dir. Die anderen warten schon.
Und lächeln, Kind. Das Publikum kann schließlich nichts dafür.

ALTER:

CHARAKTER:

Ein aufgeweckter Junge, der auf der Straße Zeitungen verkauft und regelmäßig vor dem Büro von Brenner und Heinemann anzutreffen ist. Schlagfertig, neugierig und immer bestens darüber informiert, worüber die Stadt gerade spricht.


SITUATION:

Du verkaufst regelmäßig Zeitungen vor dem Büro von Brenner und Heinemann und kennst die beiden inzwischen ganz gut. Als sie das Haus verlassen, versuchst du Brenner wie üblich eine Zeitung zu verkaufen. Brenner lehnt zunächst ab. Du weißt allerdings längst, dass er früher oder später doch wissen möchte, was in Berlin passiert. Außerdem hast du etwas aufgeschnappt, das für einen Privatdetektiv durchaus interessant sein könnte.

CASTINGTEXT:

Herr Brenner! Herr Brenner!
Die Abendzeitung! Frisch gedruckt. Mord, Betrug und jede Menge Ärger. Also eigentlich genau Ihr Geschäft.
[–]
Was? Keine Zeitung heute?
Na schön. Dann erfahren Sie eben nicht, was gestern Abend am Alexanderplatz los war.
[–]
Hab ich mir gedacht.
Eine Zeitung macht zehn Pfennig.
[–]
Nein, Herr Brenner. Informationen kosten extra.
Sie glauben doch nicht, dass ich den ganzen Tag hier draußen stehe und meine Ohren zum Spaß offen halte.
[–]
Also gut. Weil Sie Stammkunde sind.
Gestern Abend standen hier zwei Herren vor dem Haus. Feine Mäntel, feine Hüte und ein Wagen, der bestimmt mehr kostet als dieses ganze Haus.
Die haben nach Ihnen und Herrn Heinemann gefragt.
Ich hab natürlich nichts gesagt.
Na ja… fast nichts.
[–]
Sagen wir zwanzig Pfennig und ich erinnere mich vielleicht wieder.


ALTER:

CHARAKTER:

Ein Mann fürs Grobe, der seine Aufträge erledigt, ohne unnötige Fragen zu stellen. Bedrohlich, kontrolliert und wenig beeindruckt von großen Worten. Gesucht wird weniger der stereotype „böse Bass“ als eine Stimme, die Gefahr glaubwürdig ausstrahlen kann.


SITUATION:

Du wurdest beauftragt, einem Mann eine unmissverständliche Warnung zu überbringen. Er versucht zunächst, dich abzuwimmeln und macht deutlich, dass er sich nicht einschüchtern lässt. Das beeindruckt dich wenig. Du bist nicht gekommen, um mit ihm zu verhandeln oder einen Streit anzufangen. Deine Aufgabe besteht lediglich darin, eine Botschaft zu überbringen und dafür zu sorgen, dass sie verstanden wird.

CASTINGTEXT:

Ich glaube, Sie haben mich falsch verstanden.
Ich bin nicht hier, um mit Ihnen zu diskutieren.
[–]
Sie können mich beschimpfen, wenn Ihnen danach ist. Sie können auch die Polizei rufen. Es ändert aber nichts an dem, was ich Ihnen zu sagen habe.
Sie halten sich ab jetzt aus der Sache raus.
[–]
Nein. Das war keine Bitte.
[–]
Sehen Sie, ich habe überhaupt nichts gegen Sie. Ich kenne Sie nicht einmal.
Und wenn Sie vernünftig sind, bleibt das auch so.
Aber wenn wir uns noch einmal begegnen müssen, wird unser nächstes Gespräch vermutlich etwas weniger freundlich.
Also machen Sie sich einen schönen Abend.
Und sorgen Sie dafür, dass ich Sie nicht wiedersehen muss.

ALTER:

CHARAKTER:

Ein junger Mann aus besseren gesellschaftlichen Kreisen, der sich in einer Welt bewegt, deren Regeln er noch nicht vollständig durchschaut. Nach außen selbstbewusst und kultiviert, gerät seine Fassade zunehmend ins Wanken. Gesucht wird eine wandelbare Stimme für zurückhaltendes, emotionales Charakterspiel.


SITUATION:

Du bist erst seit kurzer Zeit Teil einer exklusiven Gesellschaft und hast begonnen, deren Regeln und Gepflogenheiten infrage zu stellen. Ein anderes Mitglied macht dir unmissverständlich klar, dass bestimmte Angelegenheiten nicht nach außen getragen werden und erwartet von dir, dich künftig daran zu halten. Du versuchst zunächst, ruhig und souverän zu bleiben. Doch dein Gegenüber wird zunehmend deutlicher und macht dir klar, welche Konsequenzen dein Verhalten haben könnte. Du verstehst die Warnung sehr wohl, bist aber nicht bereit, dich einschüchtern zu lassen oder gegen deine Überzeugung zu handeln.

CASTINGTEXT:

Ich glaube, Sie missverstehen mich.
Ich habe niemandem etwas erzählt und ich habe auch nicht vor, damit anzufangen. Was hier besprochen wird, bleibt unter uns. Daran habe ich mich gehalten.
[–]
Aber es gibt einen Unterschied zwischen Verschwiegenheit und blindem Gehorsam.
Was ich außerhalb dieser Gesellschaft tue, geht Sie nichts an. Und wenn ich jemandem helfen möchte, dann werde ich das tun.
[–]
Nein. Hören Sie mir jetzt einmal zu.
Ich weiß sehr wohl, was für mich auf dem Spiel steht. Sie müssen mich nicht daran erinnern.
Aber wenn Sie glauben, Sie könnten mir vorschreiben, mit wem ich spreche oder was ich mit meinem eigenen Geld mache, dann irren Sie sich.
[–]
Ich habe mich auf einiges eingelassen.
Vielleicht auf mehr, als gut für mich war.
Aber auf das hier ganz sicher nicht.


Tauche ein in die Welt der Detektei von Brenner & Heinemann


DER STRATHEGE UND MANN FÜRS GROBE

ALTER: 47 Jahre

GEBURTSDATUM: 27. Mai 1879

GEBURTSORT: Königsberg

CHARAKTER: ruhig · analytisch · entschlossen

BERUF: Detektiv & ehem. Maschinist

BEI DER
DETEKTEI SEIT:
Gründung 1924

BESONDERHEITEN: analytisch-systemisches Denken, Improvisationstalent, technisches Verständnis

LIEBT: guten Kaffee, Zigarren, klare Lösungen, ehrliche Menschen

HASST: Inkompetenz, Zeitverschwendung, Korruption, unnötiges Gerede

DER PROVOKATEUR UND EMPATH

ALTER: 36 Jahre

GEBURTSDATUM: 01. August 1890

GEBURTSORT: Breslau

CHARAKTER: empathisch · humorvoll · provokant

BERUF: Detektiv & ehem. Bühnenschauspieler

BEI DER
DETEKTEI SEIT:
Gründung 1924

BESONDERHEITEN: Lippenlesen, visualisieren von Plänen

LIEBT: Theater, Psychologie und gut strukturierte Arbeit

HASST: Brenners Unordnung, komplizierte Denkweise und vorschnelle Entscheidungen

FRÄULEIN

DIE GUTE SEELE DER DETEKTEI

ALTER: 22 Jahre

GEBURTSDATUM: 29. Februar 1904

GEBURTSORT: Berlin

CHARAKTER: charmant · schlagfertig · zuverlässig

BERUF: Kontoristin & Stenotypistin

BEI DER
DETEKTEI SEIT:
Januar 1925

BESONDERHEITEN: schnell, organisiert, schlagfertig, loyal und diskret

LIEBT: Ordnung, gute Bücher und schwarzen Tee

HASST: Unhöflichkeit, Chaos, unpünktliche Mandanten, Männer die glauben sie wäre „nur die Sekretärin“